Was ist 2013 von den Bauzinsen zu erwarten?

Dieses Jahr war für alle Verbraucher, die erstmalig einen Immobilienkredit aufgenommen haben, sicherlich sehr erfreulich. Denn das erste Mal überhaupt sanken die Hypothekenzinsen teilweise auf ein Niveau von unter zwei Prozent. Durch diese niedrigen Zinsen motiviert, werden sicherlich viele Bürger darüber nachdenken, im nächsten Jahr eine eigene Immobilie zu kaufen und günstig zu finanzieren. Was aber ist von den Bauzinsen in 2013 zu erwarten?

Die diesjährige Entwicklung ist vor allen Dingen auf die niedrigen Leitzinsen zurückzuführen, die lediglich noch 0,75 Prozent betragen. Wenn ein Ausblick auf 2013 getätigt werden soll, dann kommt es vor allen Dingen darauf an, wie die weitere wirtschaftliche Entwicklung einzuschätzen ist. Denn die EZB-Leitzinsen sind nur deshalb so niedrig, weil es in der EU keine gute konjunkturelle Entwicklung gibt. In manchen Ländern droht sogar eine Rezession. Die entscheidende Frage lautet also auch für das kommende Jahr, wie sich die Wirtschaft in Deutschland und in den anderen Euroländern entwickeln wird. Diesbezüglich gibt es im Grunde drei vorstellbare Szenarien, die jeweils andere Auswirkungen auf die Leitzinsen und auf die Bauzinsen hätten.

Von der Rezession bis hin zum deutlichen Aufschwung

Das Szenario, welches die meisten Experten für am wahrscheinlichsten halten, beinhaltet im Grunde die gleiche Entwicklung wie in diesem Jahr. Es wird von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen, was die Entwicklung der Konjunktur angeht. Für die Hypothekenzinsen würde das bedeuten, dass diese auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie jetzt bleiben, da keine Änderung der Leitzinsen erforderlich sein würde. Einige Optimisten rechnen aber auch damit, dass die Wirtschaft in Gang kommen könnte. In der Folge würde die Inflationsrate steigen, sodass die EZB irgendwann mit einer Erhöhung der Leitzinsen reagieren müsste. Und dann würden auch die Bauzinsen leicht ansteigen. Von einem möglichen dritten Szenario, einem weiteren Fall der Hypothekenzinsen, gehen eher wenige Experten aus.

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